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Kalt duschen (& Wasser sparen)

Also. Kalt Duschen. Das ist noch immer nicht mein Favorit, aber inzwischen habe ich mich schon total daran gewöhnt! Manchmal sogar genieße ich es!

Und in diesem Blogpost erkläre ich Dir ein bisschen wie es überhaupt dazu kam. Und noch viel wichtiger: was die Vorteile sind.

Wie es dazu kam – unerwartete Motivation

Zum ersten Mal von dem “Kalt Duschen Effekt” (oder auch “Ice Bathing) habe ich, glaube ich, bei Tim Ferris in seinem “Four Hour Body” Book gelesen. Kurz danach kam es noch mal auf. Bei Wim Hof Breathing, dem Iceman (ich vermute, den kennt jeder?). Wobei ich mich zu der Zeit mehr auf die Atmentechnik konzentriert habe – weniger auf das kalt Duschen, weil mir das einfach zu zu wider klang 😉

Die Vorteile von kalten Duschen sind wohl jedem bekannt, oder jeder hat zumindest schon mal von Kneipp Bädern oder dem Eisbad nach der Sauna gehört. So ging es auch mir. Ich hatte immer wieder davon gehört, aber das wirklich Umsetzen, naja, hat bei mir halt gedauert…

Der richtige Klick kam erst vor vier Jahren als es nämlich hier mal wieder im Sommer rappel trocken war. Nachdem wir viele viele Monate darüber nachgedacht hatten, wie wir unser Grauwasser (also das Abwasser vom Duschen, Abwaschen etc.) zum Gießen verwenden können. Aber da wir keine Lösung gefunden haben (unsere Abwasserrohre liegen unzugänglich unter dem Haus und sind nicht vom Schwarzwasser, also der Toilette getrennt), verkündete ich: “Ab jetzt dusche ich von Mai bis Oktober einfach nur draußen!”.

Ja, das war so ein Beate Moment – der Gedanke kam einfach zu schnell und naiv über die Lippen. Doch meine Familie (und die anwesende Nachbarin) hatten es schon vernommen. Und dank Sturrheit blieb es dabei: ab jetzt wird im Sommer nur noch draußen geduscht!

Mein Mann und die Kleine bleiben lieber beim Warmduschen im Bad. (So warm sie wollen, denn das Wasser ist ganz natürlich durch unsere Solarthermie von der Sonne gewärmt).

Draußendusche? Fehlanzeige

Ich wollte sofort mit der Umsetzung beginnen und meine Entschlossenheit beweisen. Also ab nach draußen und einfach unter den Gartenschlauch. Nicht eiskalt, aber auch alles andere als gemütlich. Je nach Besuchersituation mal hinterm Haus, mal auf unserer kleinen Rasenfläche vor der Terrasse. Der tut es gut, die wäre ohne meine Duschaktion sonst in jedem Sommer einfach nur braun und nicht existent!

So haben wir wenigstens ein bisschen grünen Rasen für mich ist es super schnell und (inzwischen) angenehm! Meistens ist das “vor der Haustür Duschen” sogar viel viel unkomplizierter als reinzugehen. Die dreckigen Feld-/Garten-/Esel-Klamotten werden einfach draußen liegen gelassen 😉

Lange Zeit war eine richtige Gartendusche mein Wunsch – 100% Blick geschützt, mit komfortablem Duschkopf/Halterung etc. . Doch inzwischen kann ich der Flexibilität des Gartenschlauches einiges abgewinnen. Und es zeigt mir wiedermal, dass manchmal die einfachen und pragmatischen Lösungen absolut ausreichend sind. 20/80 Prinzip oder “keep it simple”.

Langzeitwirkung und Fazit

Am Anfang war es ein “Bloß schnell fertig werden” und ab rein zum Abtrocknen. Doch ja, man gewöhnt sich wirklich mit der Zeit daran. Es wird normaler, gewohnter. Und mit den Tipps von Wim Hof und Anderen (ich verlinke das hier mal: Wim Hof Method) schaffe ich es auch, mich ein bisschen mental in die Zone des Genießens zu bringen. Wirklich nur ein bisschen. Neben dem Genuss bleibt als Langzeitwirkung zweifellos die Abhärtung und Stärkung des Immunsystems und des Herz-Kreislaufes, die eigene Bestätigung “ja, kann ich locker aushalten” und in unserem Fall eine deutliche Wasserersparnis. Klare Empfehlung also! Für jetzt beende ich die Saison: es wird nochmal Ausnahmen geben, aber ansonsten geht es zum Duschen rein. Und doch freue ich mich irgendwie schon auf den nächsten Mai, wenn es wieder von vorne losgeht!

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